Am Sonntag, 15.04.2018 wurden in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt die Erstkommunionkinder der Pfarrei Bad Birnbach vorgestellt, die am 06.05.2018 zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gehen dürfen. Zusammen mit Dekan Dr. Wolfgang Schneider zogen sie ins gut gefüllte Gotteshaus ein.
In seiner Statio ging Dekan Schneider bereits auf die Gemeinschaft ein – was gibt es schöneres als die Gemeinschaft mit anderen und wie wertvoll ist es, wenn Jesus uns die Gemeinschaft mit ihm schenkt.
In seiner Predigt deutete er das Lukas-Evangelium von der Rückkehr der Emmaus Jünger aus.
„Warum wird immer wieder dieses gemeinsame Essen so nachdrücklich betont, wenn wir vom Auferstandenen reden? Und warum erkennen die Jünger Jesus nicht, obwohl sie ihn so gut kennen“, diese Fragen stellte Schneider in den Raum.
Die zweite Frage ist scheinbar einfacher zu beantworten. Damals wie heute ist es so, daß alles, was wir sehen, in unser Weltbild eingefügt wird – sobald dies aber über den eigenen Rahmen hinausgeht, begreifen wir es nicht oder wollen wir es nicht verstehen. Das gewohnte Weltbild funktioniert nicht mehr, wenn der Auferstandene kommt. Auch der Schrecken der Jünger ist gut nachzuvollziehen, denn wenn etwas Neues beginnt, muß man oft Altes loslassen. Auch heute ist dieser schwierige Zwiespalt immer wieder feststellbar, einerseits betreten wir immer größere Räume des Wissens, auf der anderen Seite sperren wir uns ein in den Raum unserer Endlichkeit. Von Jesus müssen wir uns daher die Augen bzw. den Verstand öffnen lassen für das Verständnis der Schrift. Damit wir im Glauben an die Wirklichkeit des österlichen Lebens von Jesus Christus beflügelt werden, müssen wir tiefer und weiter denken.
Anschließend ging Dekan Schneider auf die zuerst gestellte Frage ein, wieso immer wieder vom gemeinsamen Essen bzw. Brotbrechen gesprochen wird. „Wir sollen sehen und erkennen, daß die Gemeinschaft mit Jesus nicht nur etwas im Kopf Gedachtes, sondern Wirklichkeit ist und ihr seid auch zu dieser Gemeinschaft eingeladen“, sprach der Geistliche die Erstkommunionkinder an. Diese Gemeinschaft sollen wir immer wieder neu erfahren und sie soll uns stärken. Schneider erinnerte dann an die Taufe der Kinder, bei der die „Geschichte mit Jesus“ begann, denn damals wurde der Namen des Kindes ausgesprochen und dadurch soll deutlich werden, daß wir für Jesus nicht „ein Niemand“ sind, sondern „ein Jemand“, der für ihn wichtig ist.
Im Anschluß daran durften sich die Kinder mit ihrem Namen vorstellen und zu einem gemeinsamen Gebet um den Altar versammeln.
Auch zum Vater Unser holte Dekan Schneider die Kinder nochmals zum Altar.
Nach dem Segen zogen die Erstkommuionkinder auch zusammen mit Dekan Dr. Wolfgang Schneider aus der Kirche aus.
 
  
Das Foto zeigt jeweils von links nach rechts:
oben: Victoria Seestaller, Isabell Feldl, Sophie Haslinger, Isabell Brodschelm, Nina Thoni, Nathanael Rothberger, Dekan Dr. Wolfgang Schneider
unten: Leni Anzeneder, Antonia Tweraser, Tracy Nguyen, Tim Rieger, Hannah Bauer, Lina Obermeier, Nico Haslinger
 
 
Olivia Schwate