Maria Lindinger hat die Stephanus-Plakette erhalten. Am Ende des gut besuchten Gottesdienstes am zweiten Weihnachtsfeiertag erhielt sie die Auszeichnung aus den Händen von Dekan Dr. Wolfgang Schneider, der auch die von Bischof Dr. Stefan Oster unterzeichnete Urkunde verlas, und Katharina Stadler, der Vorsitzenden der Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen in der Diözese Passau.

   

Diese Berufsgemeinschaft war es auch, die den Antrag auf die Verleihung eingereicht hatte. Denn Maria Lindinger sei eine „ganz besondere Person in unserer Gemeinschaft“, wie Katharina Stadler sagte. Zum zweiten Mal seit der Gründung der Berufsgemeinschaft im Jahr 1972 werde eine Angehörige dieses Verbandes mit der höchsten bischöflichen Auszeichnung bedacht.

Seit 40 Jahren unterstütze sie den priesterlichen Dienst von Pfarrer Johann Schoßleitner mit viel Fürsorge, erklärte Stadler und betonte: „Sie ist ein großes Vorbild und eine Vorzeige-Pfarrhaushälterin.“ Maria Lindinger werde geachtet und geschätzt. „Mit ihrer Arbeit legt sie ein offensichtliches und glaubhaftes Zeugnis für ihren Glauben ab“, unterstrich Katharina Stadler. Auch in der Berufsgemeinschaft hat sich die Geehrte große Verdienste erworben. Von 1985 an sei sie 20 Jahre lang als äußerst gewissenhafte Schriftführerin tätig gewesen, seit 2005 ist sie als stellvertretende Vorsitzende aktiv und vertrete so die Interessen der Kolleginnen im Berufsverband. Sie wolle stets Ansprechpartnerin für die Mitglieder sein, lobte Katharina Stadler das Engagement Maria Lindingers. Die Verdienste in der Pfarrei und im Pfarrverband wurden ebenfalls gewürdigt. Sie seien in die Verleihung mit eingeflossen, betonte Katharina Stadler.

Vor 23 Jahren sei Maria Lindinger in den damaligen Pfarrverband Bad Birnbach-Kirchberg gekommen, erinnerte Dekan Dr. Wolfgang Schneider. In einen Pfarrverband, der dann rasant gewachsen ist und mittlerweile die beiden Gemeinden Bad Birnbach und Bayerbach komplett umschließt. „Maria Lindinger ist immer da“, betonte Schneider. Er hatte den Gottesdienst mit Geistlichem Rat Johann Schoßleitner zelebriert.

   

Gleich eingangs hob Schneider die Bedeutung des Stephanustages hervor. „Er erinnert uns an das Glück, dass wir in Deutschland unseren Glauben frei leben können“, sagte der Geistliche. Die Christen seien weltweit die größte Gruppe, deren Angehörige wegen ihres Glaubens bedrängt, verfolgt und oft sogar getötet würden. „Stephanus hat mit seinem Glauben ernst gemacht. Er ermutigt uns, Ja zum neugeborenen Kind, zum Heiland zu sagen“.

Viktor Gröll