Eine Tradition wird weitergeführt.

Eine kleine Kapelle, die schon seit ca. 150 Jahren im Besitz der Sigl-Bauer-Generation ist, steht in Aicha. Im Jahre 1851 wurde dort vom damaligen Sigl-Bauer ein Bildstock aus Mauerwerk errichtet. Später wurde noch ein Holzanbau mit Bänken ergänzt, so dass das heutige Bild der Kapelle entstanden ist. Nach einer Überlieferung wurde diese kleine Kirche vollständig ausgeraubt, darunter war auch eine Votivtafel aus dem Jahre 1843, die Aufschluss über den Grund der Entstehung dieser Kapelle beinhaltete. Früher wurden schon Bittgänge und Maiandachten dort abgehalten. Diese Tradition griffen Probst Marianne aus Schatzbach und Schnall Helene aus Obertattenbach vor drei Jahren wieder auf. Unterstützung bekamen sie vom hiesigen Seniorenclub, der sich bereit erklärte diverse anfallende Reparaturarbeiten zu übernehmen. Seither kommen die Gläubigen aus der Pfarrei Kirchberg immer im Marienmonat Mai, eben bei dieser kleinen Kapelle zum Singen und Beten zur hl. Muttergottes zusammen. Die Feuerwehr Obertattenbach kümmerte sich auch dieses Jahr um die Sicherheit. Probst Marianne gestaltete die Andacht und schmückte die das Kleinod prächtig mit Blumen. Die musikalische Umrahmung übernahm der Kirchenchor Kirchberg unter der Leitung von Brigitte Reisböck. Am Ende wurde noch denjenigen gedankt, die sich um die Pflege und Instandhaltung des „Kirchal“ kümmern.

 

(Anita Schnall)