Immer wieder kommt es zu Missverständnissen, teils aus Unwissenheit, teils wider besseres Wissen. Darum hier einige wichtige Informationen:

Wer verwaltet den Friedhof?
Friedhöfe sind eigentlich eine Pflichtaufgabe der politischen Gemeinden. Die katholischen Pfarrkirchenstiftungen haben aus der Geschichte heraus diese Aufgabe übernommen. Das heißt: Der Friedhof wird als hoheitliche Aufgabe von den Pfarrkirchenstiftungen gemäß staatlicher Vorgaben betrieben. Ein Friedhof muss kostendeckend geführt werden (Einnahmen = Ausgaben). Einnahmen sind nur die Grabgebühren. Folglich dürfen weder Überschüsse noch Defizite erwirtschaftet werden. Die Pfarreien „verdienen“ also nicht am Friedhof. Die Höhe der bei kirchlichen Friedhöfen sehr günstigen Gebühren müssen per Friedhofskalkulation nachgewiesen werden.Bestatter oder

Bestattungsdienstleister – wer macht was?
Der Bestatter bietet seine Dienste beim Sterbefall an (vom Sarg über Todesanzeige bis zum Transport zum Leichenhaus). Der Bestatter darf von den Angehörigen ganz frei gewählt werden. Unabhängig davon sind Arbeiten auf dem Friedhof zu verrichten (v.a. Ausheben des Grabes),d die sogenannten Bestattungsdienste. Dafür ist allein der Träger des Friedhofs, also die jeweilige Pfarrkirchenstiftung, zuständig. Da weder Pfarrer noch Kirchenverwalter selbst z.B. das Grab selbst ausheben können, sind diese Arbeiten an ein Unternehmen vergeben worden. Die Kosten für diese Arbeiten sind in einer Satzung festgelegt und werden vom Bistum stiftungsaufsichtlich geprüft und genehmigt.

Recht auf kirchliche Beerdigung?
Jeder katholische Christ hat ein Recht auf eine kirchliche Beerdigung. Das gilt immer! Auch bei Sozialbestattungen halten wir einen Gottesdienst und die kirchliche Beisetzung. Das heißt, die Kosten spielen im Notfall keine Rolle.    
Ob Requiem oder Wortgottesfeier, ob in der Pfarrkirche, einer Nebenkirche bei sehr wenigen Trauernden oder in Ausnahme im Leichenhaus – jeder getaufte katholische Christ, der Mitglied der Kirche ist, hat ein Recht auf eine kirchliche Beerdigung.   
Anderslautende Auskünfte sind schlicht falsch und enthalten einem verstorbenen katholischen Christen das Fürbittgebet und dessen Angehörigen den Trost und Beistand durch Gottesdienst und Gebet vor.

Bei Fragen oder Unklarheiten können Sie sich an das Pfarrbüro wenden. Wir geben gerne Auskunft!