Ein ganz besonders feierlicher Gottesdienst wurde in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt am Dreikönigstag gefeiert. Den musikalischen Rahmen setzte hierbei der Kirchenchor unter der Leitung von Claus Gerleigner, an der Orgel spielte Markus Neumeier. In bravouröser Weise brachte der Chor die Pastoralmesse in C von Ignaz Reimann zur Aufführung.
Eine Abordnung der Sternsinger zog zusammen mit Pfarrer Hans Heindl ins gut gefüllte Gotteshaus ein und brachte später auch den Frieden zu den Gottesdienstbesuchern.
In seiner Predigt erklärte Pfarrer Heindl die Heiligen Drei Könige genauer. „In den biblischen Erzählung ist nicht von Königen und schon gar nicht von der Zahl Drei die Rede, vielmehr von Sterndeutern aus dem Osten“, so der Geistliche. 
Dass es drei waren, schließt man daraus, dass drei Gaben: Gold, Weihrauch und Myhre gebracht werden. Durch die Verbindung zu Psalmen, in denen die Rede ist, daß Könige Gaben zum Jesuskind bringen, hat man die Sterndeuter zu Königen gemacht. Schon bald hat man in den drei Personen die Vertreter der Kontinente Europa, Asien und Afrika gesehen.
Die Namen, so Pfarrer Heindl haben sie dann im 9. Jahrhundert bekommen – Caspar, Melchior und Balthasar – wobei jeder Name für sich „König“ bedeutet. Im Mittelalter wurde den „drei Königen“ dann unterschiedliches Lebensalter zugeteilt – ein Greis, ein Mann in der Blüte seines Lebens und ein junger Mann.
Schließlich ordnete man den drei Männern auch unterschiedliche Tiere zu. Dem europäischen Vertreter das elegante, majestätische Pferd, dem asiatischen, das Kamel mit seiner Ausdauer und dem afrikanischen den Elefanten, mit seinem ausgezeichneten Gedächtnis. 
Zum Ende der Predigt hatte Pfarrer Hans Heindl drei Wünsche für die Gottesdienstbesuchern parat, sinnbildlich für die drei Tiere der Heiligen Drei Könige: „Ich wünsche Ihnen mit dem Elefanten, daß eindrucksvolle Ereignisse in diesem neuen Jahr Ihnen fest ins Gedächtnis eingeschrieben bleiben können. Ich wünsche Ihnen das Durchhaltevermögen des Kamels für die Durststrecken und schwierigen Zeiten des Lebens und ich wünsche Ihnen mit dem Pferd die Freude am Schönen, am Eleganten, das uns über so manches Grau des Alltags hinweghilft.“
Ein Dank der Sternsinger galt am Ende des Gottesdienstes allen Spendern, die in diesem Jahr insgeamt 5728 Euro für Kinder in Libanon gegeben hatten.
Pfarrer Hans Heindl dankte allen Sternsingern, die in den vergangenen Tagen in der Pfarrei unterwegs waren, sowie allen Eltern, die die Aktion unterstützt haben.
Mit dem gemeinsamen „O du fröhliche“, begleitet durch Claus Gerleigner an der Trompete endete der feierliche Gottesdienst.
 
Das Foto zeigt von links nach rechts:
vorne: Isabell Feldl, Sophie Haslinger, Thomas Trumler
mitte: Jana Schwate, Amelie Feldl, Selina Hofer und Sophia Ruf
hinten: Pfarrer Hans Heindl, Martina Ruf, Lena Berger und Simon Wimmer
 
 
Olivia Schwate