Schon zur guten Tradition gehört am Vorabend des 4. Adventsonntags ein ganz besonderer Gottesdienst, bei dem das Friedenslicht aus Bethlehem, das in der Geburtsgrotte Jesu entzündet wird, mit in die Kirche gebracht wird.
Zusammen mit Pater David Gabriel zog die Jugendfeuerwehr Bad Birnbach, sowie eine Abordnung der FFW aus Bad Birnbach in die Kirche ein.
Nach einer kurzen Statio, in der der Geistliche den Frieden auf der Welt ganz besonders in den Mittelpunkt stellte, wurden die Kerzen am Adventkranz und die Kerzen in der Kirche entzündet. Außerdem wurde das Licht an die Vertreter der FFW Untertattenbach weitergegeben.
In seiner Predigt erinnerte Pater David daran, daß der Advent eine Zeit der Besinnung ist. „Zwei Männer werden uns in der nächsten Zeit begegnen über die wir nachdenken sollen“, so der Geistliche, „Johannes der Täufer und Josef“. Zum einen Johannes der Täufer, der wortgewaltig auftritt und zur Umkehr mahnt, zum anderen Josef, der „Alltagsmensch“, der das praktiziert, was Johannes der Täufer lehrt.
In besonderer Weise ging Pater David sodann auf den Heiligen Josef ein.
Josef ist offen für das, was Gott ihm sagen möchte, er nimmt die Rolle an, die Gott für ihn vorgesehen hat, auch wenn er nicht alles begreift – er läßt sich auf Gott ein. Daß das bei jedem einzelnen von uns oft nicht so ist, führte Pater David Gabriel weiter an. Wir machen oft zu viele Worte, stellen zu viele Fragen, knüpfen unser Handeln oft an Bedingungen und haben Vorurteile. Josef ist anders – er erregt kein Aufsehen, stellt sich nicht in den Vordergrund, aber er ist da, wenn man ihn braucht.
Wir hinterfragen oft das Handeln Gottes, das unser Leben durchkreuzt, wir tun uns schwer zu begreifen, daß alles, was geschieht einen Sinn hat, auch wenn man ihn zunächst nicht sieht.
Im Leben des Hl. Josef fallen auch oft Türen zu, es kommt anders, als er es sich gedacht hat, aber er nimmt es an, wie es kommt und wartet darauf, daß Gott ihm wieder Türen öffnet.
Josef nachzukommen wäre wichtig für alle, die den Glauben vertiefen wollen. Mit Gott rechnen und sich nach seinem Willen ausrichten – deshalb kann Josef ein Vorbild für jeden einzelnen sein.
Die Fürbitten wurden genauso wie die Kyrie Rufe und die Lesung durch die Jugendfeuerwehr und ihre Betreuer vorgetragen.
Am Ende dieses besonders stimmungsvollen Gottesdienstes, der musikalisch vom Jeremia Chor gestaltet wurde, übergaben die Mitglieder der Jugendfeuerwehr das Licht aus Bethlehem noch an die Gottesdienstbesucher.
 
 
Das Bild zeigt von links nach rechts:
oben: Niklas Schwate, Johannes Zauner, Claudia Gruber, Julia Hofmann
unten: Johannes Putz, Felix Scheiblhuber, Laura Wellnhofer, Mirjam Attenberger, Lena-Marie Müller, Stefanie Lindl
im Hintergrund der Jeremia Chor
 
 
Olivia Schwate