Der Förderverein für die Wallfahrtskirche Langwinkl ist gegründet. Franz Hager, langjähriger Bürgermeister der Gemeinde Bayerbach, steht an der Spitze des kirchlichen Fördervereins.
Von seinem 14. Lebensjahr an bekleidete Franz Hager Ehrenämter, als Bürgermeister stand er besonders im Rampenlicht. Eigentlich wollte er das nach seinem geplanten Rückzug aus dem Rathaus auch nicht mehr, einige Anfragen von Vereinen bezüglich der Übernahme von Ehrenämtern lehnte er ab. „Außer für Langwinkl, da sage ich Ja“, meinte der ehemalige Rathauschef. Sein Stellvertreter ist der aktuelle Vizebürgermeister Heinz Bauhuber. Er wird, so erläuterte Dekan Dr. Wolfgang Schneider zuvor, auch die Baubegleitung übernehmen und als Ansprechpartner vor Ort fungieren.
Die örtliche Bankenwelt wird in den beiden Kassierern Robert Schmirali (VR-Bank) und Günther Baumgartner (Sparkasse) abgebildet. Schriftführerin ist die langjährige Standesbeamte Friederike Abtmeier. Als Beisitzer wurden Sebastian Winbeck (in Abwesenheit), Reinhard Müller, Martin Benzer und Christa Dötter gewählt. Geborene Mitglieder sind Dekan Dr. Wolfgang Schneider als Pfarrer, Kirchenpfleger Josef Sailer und PGR-Vorsitzende Maria Hager.
Weit über 30 Interessenten kamen zur Gründung des Fördervereins für die Wallfahrtskirche Langwinkl ins Bürger- und Kulturhaus. Auch Pater Kuriakose und Ehrenbürger Arthur Auer waren dabei. Dekan Dr. Wolfgang Schneider erläuterte eingangs, worum es geht. Der wertvolle Stuck in Langwinkl droht schlicht herunterzufallen. Es gebe mitunter Hebungen und Senkungen durch Frost, aber auch Feuchtigkeitseindrang im Turm, die für die massiven Schäden in der beliebten Wallfahrtskirche verantwortlich sind. „Es gibt also schäden von oben und unten“, meinte er. Beides müsse nun gründlich behoben werden. Das freilich bereitet den Verantwortlichen durchaus Kopfzerbrechen, denn bis zu 450.000 Euro werde man für die Sanierung veranschlagen müssen, erläuterte Schneider, der von einer „enormen Belastung für die kleine Pfarrei“ sprach. Man müsse nun kreativ sein und gleichzeitig konstruktiv arbeiten. Mehrere Gespräche mit der Finanzkammer wurden geführt, an eine Absenkung der Eigenleistung sei aber nicht zu denken. Die gebe es erst, wenn die Eigenleistungen 52 Euro pro Kopf übersteigen. Das ist in der Pfarrei Bayerbach noch nicht der Fall. „Eine Streckung der Zahlungen wurde uns aber in Aussicht gestellt“, sagte Dekan Dr. Wolfgang Schneider. Wie auch immer: „Wir brauchen die große Unterstützung der Bevölkerung, aber auch vom Land“, sagte er und brachte damit auch den Freistaat Bayern mit ins Spiel . Auch örtliche Institutionen, Organisationen und Firmen wolle man ansprechen. Vom Erfolg ist Schneider überzeugt. „Viele verbinden positive Erinnerungen mit Langwinkl“, sagte er und erinnerte an unzählige Taufen und Hochzeiten, die dort zelebriert wurden. Auf seinen Vorschlag hin wurde der kirchliche Förderverein gegründet. Zwar bleibt der Gang vors Registergericht erspart, doch trotzdem kann der Verein Spendenquittungen erstellen, die steuerlich anerkannt werden. Auf Frage von Max Kaiser betonte Schneider, dass jegliche Hand- und Spandienste über die Diözese versichert seien. Was die Arbeiten an Langwinkl betrifft, werde man einheimische Firmen mit einbeziehen, kündigte er an. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wurde auf 12 Euro jährlich festgelegt. Am 8. Oktober wird es eine Neuauflage des Bayerbacher Weinfestes geben – dieses Mal im Trachtenvereinsheim. Folgerichtig wurde die Gründung des Fördervereines mit einer Weinprobe abgeschlossen.

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