Die Sanierung der Wallfahrtskirche Langwinkl ist noch lange nicht abgeschlossen, auch wenn das Kirchlein von außen betrachtet bereits in neuem Glanz erstrahlt. Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins im Bürger- und Kulturhaus wurde einmal mehr deutlich, dass die Innenrenovierung noch zum großen Kraftakt wird.

Der Verein demonstrierte aber große Geschlossenheit. So ist die Führung auch nach den Neuwahlen unverändert. Vorstand Franz Hager bleibt wie sein Vize Heinz Bauhuber im Amt. Kassier und Robert Schmirali und 2. Kassier Günter Baumgartner sowie Schriftführerin Friederike Abtmeier machen ebenso weiter wie die Beisitzer Sebastian Winbeck, Reinhard Müller, Martin Benzer und Christa Dötter. Geborene Mitglieder sind Pfarrer Hans Heindl, Kirchenpfleger Josef Sailer und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Hager.

Eingangs erinnerte Franz Hager an die Vereinsgründung im Juli 2016 und die bisher erbrachten Leistungen. 2019 habe die Crowd-Funding-Aktion mit der Sparkasse Rottal-Inn herausgeragt, die über 8000 Euro in die Kasse spülte. Sehr zufrieden zeigte sich Hager auch mit dem Weinfest, dem Auftritt bei der Kunst- und Gewerbeschau und dem Gastspiel beim Mostfest in Bad Birnbach. Wallfahrtswein und -sekt erfreuten sich nach wie vor höchster Beliebtheit, sagt er. Emma Schwarzbauer und ihr Team haben durch die Herbstkranzerl-Aktion in diesem Jahr sogar 2200 Euro gespendet, lobte der Vorsitzende. Die Besucher des Adventssingen trugen 1225 Euro für den guten Zweck bei. Dank sagte Hager dem Frauenbund für die große Unterstützung. Von 107 im Jahr 2018 hat sich die Zahl der Fördervereinsmitglieder laut Hager auf jetzt 114 erhöht.

Den Kassenstand erläuterte Robert Schmirali. Dieser machte deutlich, dass bereits Überweisungen an die Diözese für die Sanierung getätigt wurden und sich daher die Mittel verringert hätten. Insgesamt werde wohl ein Eigenanteil von mehr als 200000 Euro erforderlich sein. Die Entlastung war reine Formsache, nachdem es keine Beanstandungen gab.

Kirchenpfleger Josef Sailer berichtete danach über ein Sachverständigen-Treffen mit Vertretern des Landesamtes für Denkmalpflege, der Regierung von Niederbayern, der Diözese sowie Stuckateur und Kirchenmaler. Dem zufolge darf eine Heizung wegen Gefahr der Aktivierung des Hausschwamms nicht eingebaut werden. Die bereits vorhandenen Heizstrahler seien hiervon ausgeschlossen. Mit der bisherigen Sanierung zeigte man sich sehr zufrieden. Allerdings gab es auch den Hinweis gerade vom Stuckateur, dass im Laufe der Arbeiten noch Überraschungen aufkommen könnten. Wie Sailer sagte, sei die stiftungsrechtliche Zustimmung zu den weiteren Sanierungsarbeiten zwischenzeitlich schriftlich erteilt worden. Der Wunsch, das auf Leinwand gemalte Deckenbild, das bisher nur notdürftig repariert worden sei, fachgerecht restaurieren zu lassen, werde wohl zu einer finanziellen Frage. Der Kirchenpfleger weis auf die finanzielle Situation der Pfarrei hin, die das wohl nicht erlaubte.

Jetzt gehe es darum, eine noch bessere Förderung dafür zu erreichen. Der Zustand des Deckengemäldes wurde zwischenzeitlich nochmals von zwei Restauratorinnen begutachtet.- Das großformatige Leinwandgemälde ist von Antonius Perdolt im Jahre 1693 signiert. Es wurde deutlich, dass es hier an verschiedenen Stellen Handlungsbedarf gibt, wenn auch die Leinwand selbst in einem stabilen Zustand ist. Die Festigkeit der Montage in der Decke soll auf jeden Fall geprüft werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Pfarrer Hans Heindl teilte mit, dass die für 2020 eingeplanten Zuschüsse von der Diözese bewilligt wurden. Er hofft, dass die Renovierungsarbeiten im jetzt aufgezeigten Rahmen bleiben. Das wird sich bald zeigen, denn bis November 2020 soll die Maßnahme nun abgeschlossen sein. Heindl dankte den Förderern und Spendern, besonders auch den Vereinsmitgliedern und der Vorstandschaft für ihr Interesse an der Wallfahrtskirche Langwinkl und die geleistete Arbeit.