Hans Heindl ist nun Pfarrer von Bad Birnbach, Bayerbach, Asenham, Hirschbach und Kirchberg. Er übernimmt den großen Pfarrverband von seinem Vorgänger Dekan Dr. Wolfgang Schneider, der ihn selbst in sein Amt einführte. Eine schöne Analogie: „Vor acht Jahren war es seine erste Amtshandlung als Dekan, mich in Johanniskirchen ins Amt einzuführen“, erinnerte sich Heindl. 

Es war ein Tag wie gemalt für die Installation des neuen Pfarrers Hans Heindl. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die Vertreter der fünf Pfarreien des Pfarrverbands, der politischen Gemeinden, aber auch die Zelebranten des Gottesdienstes, um gemeinsam in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt einzuziehen. Noch vor der Pforte überreichte Dekan Dr. Wolfgang Schneider seinem Nachfolger symbolisch den Schlüssel. 

Der „Ehemalige“ machte bei seiner Begrüßung in der voll besetzten Pfarrkirche – nicht alle Besucher fanden einen Sitzplatz – keinen Hehl daraus, dass es „uns beiden schon etwas seltsam zumute ist“. Zu Hans Heindl sagte er: „Es ist mir eine Ehre, Dich ins Amt einzuführen“. Er stellte den „Neuen“ anschließend vor. Am 18. Juli 1965 kam Hans Heindl in Osterhofen zur Welt, in Altenmarkt ist er aufgewachsen. Nach der Schule besuchte er in Passau das Priesterseminar, studierte in Passau und Wien. Am 29. Juni 1991 wurde er im Dom zu Passau zum Priester geweiht. Es folgte eine Kaplanstelle in Zwiesel von 1991 bis 1995, eine weitere im Pfarrverband Arnstorf, ehe er 1991 Pfarrer von Münchsdorf wurde. Die Pfarreien Emmersdorf und Johanniskirchen kamen 2010 hinzu. Seit 1. September 2018 ist Hans Heindl nun Pfarrer im großen Pfarrverband Bad Birnbach. Schneider bat darum, seinen Nachfolger gut aufzunehmen. 

Nach der Lesung, die von Pastoralassistentin Teresa Aigner vorgetragen wurde, und dem Evangelium, das Diakon Mario Unterhuber verkündete, machte Dekan Dr. Wolfgang Schneider deutlich, dass im Neubeginn eine große Chance liege. „Wer sind sie, wie sind sie“, das frage sich Hans Heindl nun umgekehrt würden die Menschen im Pfarrverband fragen: „Wer ist er, wie ist er, wie redet er, wie macht er es“. Es sei nicht egal, wie man uns Menschen wahrnimmt, betonte Schneider. „Wir brauchen Resonanz“, sagte er. 

Viel zu schnell würden oft die richtigen Worte fehlen. Jeder habe seine Eigenheiten, auch die Pfarreien und auch der neue Pfarrer. Es gehe darum, tiefer zu schauen. Mit Offenheit, Wohlwollen und echtem Interesse. So öffne sich die Tür zu intensiver Begegnung, so lasse sich der Zuwege zu Jesus öffnen. Die ersten Wochen der Begegnung bezeichnete der Dekan als große Chance. „Es ist der Zauber des Anfangs“, so Schneider. 

Die Hirschbacher PGR-Vorsitzende Anneliese Wagner verlas dann die von Bischof Dr. Stefan Oster unterzeichnete Ernennungsurkunde, ehe Dekan Dr. Wolfgang Schneider die eigentliche Einführung vornahm. „Mit Gottes Hilfe bin ich bereit“, sagte Hans Heindl am Ende. 

Noch in der Pfarrkirche wurde Hans Heindl auch von den politischen Gemeinden begrüßt. Bürgermeister Josef Hasenberger sagte, er schließe die Lücke, die durch den Weggang von Wolfgang Schneider entstanden sei. Der neue Pfarrer verfüge über Erfahrung in der Führung eines großen Pfarrverbandes, so Hasenberger weiter. Er könne außerdem auf viele engagierte Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Ruhestandsgeistliche zurückgreifen. Der Rathauschef schickte an dieser Stelle, wo sich Pfarrer i. R. Johann Schoßleitner derzeit befindet. Josef Sailer zeigte sich „gespannt, welche Ansätze, welche Balance zwischen Tradition und Moderne der neue Pfarrer Hans Heindl mitbringt.

Der Dank des neuen Pfarrers galt Dekan Dr. Wolfgang Schneider für die feierliche Amtseinführung. „Er ist ja in der selben Situation“, meinte Heindl und brachte seine Hochachtung zum Ausdruck. Zum Gottesdienst wurde er von seinem Bruder und von Freunden begleitet. Er dankte den Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen für den freundlichen Empfang und allen, die daran mitgewirkt haben. 

Der Gottesdienst wurde von Dr. Hannelore Putz an der Orgel begleitet. Mitzelebranten waren die Pfarrer Prof. Dr. Hans Prantl, Erwin Böhmisch, Otto Biermeier, Rudolf Kallmaier, Hermann Würdiger, Pater David Gabriel und Diakon Mario Unterhuber. Am Ende lud der neue Pfarrer zum Stehempfang ins Pfarrheim Bruder Konrad. Er zeigte dabei große Zuversicht. „Füllen wir den Pfarrverband im Sinne Jesu mit Leben“, sagte er.