Am Karsamstag begann um 21:00 Uhr die Feier der Osternacht in der Pfarrei Bayerbach. Nachdem Zelebrant Pfarrer i. R. Rudolf Kallmaier zu Beginn den Ablauf und die Inhalte des Gottesdienstes kurz darstellte, ging er mit den Ministranten, Kommunionkindern, Lektoren und Kommunionhelfern hinaus zum von Johann Göschl entzündeten Osterfeuer, um es zu segnen. In seiner Predigt wies Pfarrer Kallmaier auf die dunkle Kirche hin, in die er mit der am geweihten Feuer entzündeten Osterkerze einzog, um dann das Gotteshaus durch das an die Pfarrangehörigen weitergegebene Licht zu erleuchten. Dabei stehe die Dunkelheit in der Kirche zum einen für die Dunkelheit und die Sünde in uns und andererseits für den Tod Jesu am Kreuz. Das Osterlicht („Lumen Christi“, übersetzt „Christus das Licht“) hingegen symbolisiere die Auferstehung Christi, durch die er den Tod und gleichzeitig die Sünde der Welt besiegt habe. Diese Osterfreude, also der Trost, dass Gott weder Jesus in seinem Sterben noch uns Menschen je im Stich lässt, stellte Pfarrer Kallmaier als zentrale Aussage in seiner Predigt heraus und nannte sie einen zentralen Inhalt in unserem österlichen Glauben. Er zitiert Jesus: „Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“. Christus will, dass wir das Leid nicht ignorieren, sondern es bewusst hinnehmen, denn Gott wendet alles zum Guten und schenkt uns durch den Tod seines Sohnes das ewige Leben. Dafür steht Ostern als Feier des Lebens. In den 4 Lesungen – vorgetragen von Emma Schwarzbauer, Franz Hager und Josef Sailer – wurde die Erschaffung der Welt durch Gott, der Auszug aus Ägypten, die Reinwaschung von Gottes Namen durch ihn selbst und die Verkündigung der Auferstehung Jesu durch den Engel im Grab erzählt. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Rudolf Goldbrunner und Katrin Jetzinger an der Orgel. Nach dem Gottesdienst verteilte der Pfarrgemeinderat geweihte Ostereier an die sehr zahlreichen Gläubigen, die von der Osterbotschaft berührt und mit neuer Hoffnung erfüllt, nach Hause gingen.