Am Abend des Neujahrstag zog eine Abordnung der Sternsinger zusammen mit Dekan Dr. Wolfgang Schneider ins gut gefüllte Gotteshaus ein.
Zur guten Tradition gehört seit Jahren, daß die Sternsinger an diesem Tag entsendet werden, um sich auf den Weg durch die Pfarrei zu machen.
Bereits in der Statio erklärten die Mädchen und Jungen, wie sie mit dem Leitspruch „Segen bringen, Segen sein“ ihren Dienst erfüllen.
Im Rahmen seiner Predigt ging Dekan Schneider zunächst auf die Thematik Spannung und Entspannung bzw. auf das eigentlich wichtige ausgewogene Verhältnis ein. Im Alltag wechseln sich Spannung und Entspannung wohl leider kaum mehr ab, sondern es herrscht eine beständige Anspannung, sowohl in der Arbeit, als auch in der Freizeit. Die Neujahrsnacht, so der Geistliche, macht aber die Vergänglichkeit bewußt. „Wir alle sind den Gesetzen der Zeit unterworfen,“, so Dekan Dr. Wolfgang Schneider, weshalb man oft meint, die Zeit bestmöglich auszufüllen zu müssen, was oft wieder Spannung erzeugt.
Des weiteren ging Dekan Schneider auf die oft gefassten Vorsätze fürs neue Jahr ein – das Bewußtsein, daß man doch etwas ändern sollte im eigenen Leben. Wichtig dabei wäre aber die Nachhaltigkeit dieser Vorsätze. „Fange nie an, aufzuhören – höre nie auf, anzufangen“ sei ein Sprichwort, das Dekan Schneider seit seiner Jugend begleitet. Entscheidend sei nicht nur der Wille, etwas anzufangen, sondern auch der Wille, nicht aufzuhören – BEIDES gibt Hoffnung, daß es nie zu spät ist; und es ist eine Bitte an Gott, daß er mit seiner Gnade BEIDES unterstützt. Wer sich nicht aufgibt und immer wieder versucht, das Leben zu leben, das ihm aufgegeben ist, ist kein Sklave der Vergänglichkeit. „Als unser Bruder hat Gott in der Menschwerdung seines Sohnes uns Liebe gegeben, als freier Mensch hat er uns den Weg zum Leben gezeigt und als Erlöser läd er uns ein, mit ihm den Weg in die Freiheit zu gehen“, so Dekan Schneider weiter. Zum Abschluß der Predigt lud er die Mitfeiernden ein, sich zu überlegen, was einem selbst Not tut fürs neue Jahr. Außerdem wünschte er allen Gottesdienstbesuchern, daß sie nicht aufhören anzufangen bzw. nicht anfangen aufzuhören, sowie den wahren Segen für 2018 zu spüren, indem sie von der Freiheit atmen, die Gott jedem einzelnen geschenkt hat.
Zum Vater unser versammelte Dekan Dr. Wolfgang Schneider die Sternsinger Abordnung um den Altar, wo sie gemeinsam das Gebet des Herrn sprachen, bevor sie den Friedensgruß zu den Gottesdienstbesuchern brachten.
Am Ende des Gottesdienstes segnete Dekan Schneider die Sternsinger, sowie Kreide, Weihrauch und das Dreikönigswasser.
Nach dem Gottesdienst traf man sich noch im Pfarrheim Bruder Konrad, um auf das neue Jahr anzustoßen. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dagmar Feicht hatte mit einigen Helfern aus dem Pfarrgemeinderat diesen Empfang, bei dem eine leckere Gulaschsuppe angeboten wurde, vorbereitet. In gemütlicher Runde klang der Neujahrstag dann aus.
 
Das Foto zeigt von links nach rechts:
oben: Lilla Száraz, Sophia Baumgartner, Felix Waldemer, Amelie Feldl, Sebastian Feicht, Quirin Egginger, Laura Egginger, Julian Schwate, Carina Hofmann
mitte: Paul Webersberger, Alexander Hilger, Niklas Schwate, Franziska Brunner
unten: Thomas Trumler, Magdalena Putz, Jana Schwate, Felix Honstetter
 
 
 
Olivia Schwate