Sein diamantenes Priesterjubiläum hat Geistlicher Rat Martin Köglmeier gefeiert. Er tat dies in der Pfarrei Bayerbach – dort also, wo er in seiner ersten Stelle als Pfarrer 25 Jahre lang wirkte. Heute verbringt er in der Nachbargemeinde Haarbach seien Ruhestand. 

Damals 1958 waren insgesamt 19 Weihekandidaten vor Bischof Simon Konrad Landesdorfer getreten, darunter auch Geistlicher Rat Martin Köglmeier. Sieben Jahre später wurde er zum Pfarrer von Bayerbach berufen. Als Kaplan, so erzählte Köglmeier, bewarb er sich einst um diese Stelle, wurde aber zunächst vom Generalvikar buchstäblich vor die Tür gesetzt. Einige Zeit später kam die Berufung doch, und sie sollte von langer Dauer sein. Bis ins Jahr 1990 war Martin Köglmeier für die Pfarrei St. Petrus tätig. Dieser Zeit hat viele und vieles geprägt, und so war es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Gläubige zum vorgezogenen Patroziniumsgottesdienst in die Pfarrkirche St. Petrus kamen. 

Köglmeier erinnerte auch an die Zeit seines Weggangs. „Es war der Johannestag 1990, an dem ich meine Entscheidung zu gehen verkündet habe“, sagte er. Der weitere Weg führte ihn nach Landau an der Isar, wo er noch einmal einen Neubeginn wagte. 28 Jahre sind seither vergangen. Vieles habe sich verändert in dieser Zeit, auch was den Glauben betrifft. So feiere man kaum noch Namenstage, bedauerte er. Dabei werde einem bei der Taufe der Name eines Heiligen gegeben, der als Pate und Behüter fungieren soll. 

Dann schwenkte er über zu Petrus, dem Patron der Bayerbacher Pfarrkirche. Eigentlich sei das ein ganz sympathischer Heiliger, meinte er. Doch gab es auch die Verleugnung Jesu. „Entscheidend ist das Resultat des ganzen Lebens“, erklärte Köglmeier. Seine Liebe zu Jesus habe er in seinem Martyrium bewiesen. 

Köglmeier bezeichnete Bayerbach als Pfarrei, die sich vor Neuem nicht gefürchtet und Neues angenommen habe. Unvergessen seien ihm der Langwinklmarkt ebenso wie viele andere Märkte geblieben. Auf diese Weise wurde Geld für anstehende Maßnahmen gesammelt. „Niemand hat sich ausgeschlossen“, lobte er den großen Zusammenhalt. 

Einen Wunsch hatte Köglmeier aber, der möglicherweise schon bald erfüllt sein wird. An der Rottbrücke hat der Landkreis einst eine Petrus-Statue aufstellen lassen. „Heute schaut das aus, als müsste Petrus in der Ecke stehen“, meinte der Geistliche und wünschte sich, man möge dieses Neustifter-Frühwerk doch in der neuen, schönen Dorfmitte integrieren. Bürgermeister Josef Sailer signalisierte später im Bürger- und Kulturhaus, dass man diesen Wunsch schon bald prüfen werde. 

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Hager freute sich, dass Köglmeier die Einladung angenommen habe, sein diamantenes Priesterjubiläum in Bayerbach zu feiern. Als Erinnerungsgeschenk brachte sie einen Dachziegel der Wallfahrtskirche Langwinkl mit, die derzeit saniert wird. Max Kaiser holte den Ziegel eigens vom Dach, Alfons Schmalhofer sorgte für die entsprechende Gravur. Es ist bekannt, dass Köglmeier die Kirche besonders am Herzen liegt. Dort das Jubiläum zu begehen, war wegen der laufenden Renovierungsarbeiten nicht möglich. Freilich hatte Maria Hager als Geschenk auch noch den Langwinkler Wallfahrtswein dabei, über den sich der Jubilar ebenso freute. 

Danach traf man sich im Bürger- und Kulturhaus zum Stehempfang. Bürgermeister Josef Sailer sprach von einer „außergewöhnlichen Berufung“. Martin Köglmeier gelte nach wie vor großer Respekt und Sympathie. Er sei ein gelebtes Beispiel für Menschlichkeit, betonte er. Das vorgezogene Patrozinium begann mit einem Kirchenzug, an dem sich Vereine und Goldhaubenfrauen beteiligten. Der Gottesdienst, den Martin Köglmeier gemeinsam mit den Pfarrvikaren Roland Burger und Pater David Gabriel zelebrierte, wurde vom Kirchenchor musikalisch umrahmt. 

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