Jeweils vier Stern­sin­ger aus allen 27 deut­schen Bis­tü­mern ver­tra­ten in Ber­lin die 300.000 enga­gier­ten Mäd­chen und Jun­gen, die sich rund um das Drei­kö­nigs­fest bun­des­weit an der 62. Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen betei­li­gen. Seit 1984 brin­gen die Stern­sin­ger jedes Jahr ihren Segen ins Bun­des­kanz­ler­amt. Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel begrüß­te die klei­nen und gro­ßen Köni­ge bereits zum 15. Mal. Mit dabei waren die vier Sternsinger Raphael (16), Fabian (14), Alessia (13) und Anna (13) sowie Begleiter Matthias Lehner aus der Gemeinde St. Petrus in Bayerbach. Sie vertraten das Bistum Passau am 7. Januar 2020 beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur 62. Aktion Dreikönigssingen.

 

 

 

„Wenn ihr überall in Deutschland von Haus zu Haus zieht, dann pflegt ihr einen wunderbaren Brauch“, begrüßte und lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag ihre 108 königlichen Gäste. Aus allen 27 deutschen Bistümern waren Sternsinger nach Berlin zum traditionellen Empfang im Bundeskanzleramt gereist.

Aber, es ist eben nicht nur der Brauch als sol­cher, son­dern ihr bewegt damit natür­lich noch sehr viel mehr. Ihr enga­giert euch poli­tisch und ihr macht auf ganz wich­ti­ge The­men auf­merk­sam. Und ihr als Kin­der helft ande­ren Kin­dern auf der Welt“, so die Bun­des­kanz­le­rin in ihrer Anspra­che an die klei­nen und gro­ßen Köni­ge. ​Ihr bringt damit eine Bot­schaft zu den Men­schen, wenn ihr durch die Städ­te und Dör­fer zieht, die sagt: hier kann jeder etwas tun, wir brau­chen Nächs­ten­lie­be, damit die Welt fried­li­cher wird und damit die Welt zusammenhält.

Segen brin­gen, Segen sein. Frie­den! Im Liba­non und welt­weit“ heißt das Leit­wort der aktu­el­len, 62. Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen. Die Stern­sin­ger Eva (13), Oya­na (13), Bene­dikt (14) und Tobi­as (13) aus der Gemein­de St. Johan­nes Bap­tist in Jena (Bis­tum Erfurt) zeig­ten mit einem kur­zen Sze­nen­spiel, war­um sie und rund 300.000 wei­te­re Stern­sin­ger über­all in Deutsch­land sich dies­mal beson­ders dem The­ma ​Frie­den“ ver­schrie­ben haben. Ein gro­ßes Bild einer Haus­wand in einem Kriegs­ge­biet, vol­ler Ein­schuss­lö­cher, ver­wan­del­ten sie in 27 Frie­dens­bot­schaf­ten der Stern­sin­ger. Ein Buch mit zahl­rei­chen die­ser far­ben­fro­hen Bot­schaf­ten über­reich­ten sie im Anschluss der Bun­des­kanz­le­rin, ver­bun­den mit einer gro­ßen Bit­te: ​Wir bit­ten Sie, dass Sie sich gemein­sam mit vie­len ande­ren dafür ein­set­zen, dass immer mehr Kin­der in Frie­den leben können.“

 

 

 

Frau Merkel erheitert die Bayerbacher

Die vier Jugend­li­chen aus der Pfar­rei St. Petrus in Bay­er­bach waren zwar am Anfang etwas auf­ge­regt, aber trotz­dem hoch­er­freut über die ein­ma­li­ge Gele­gen­heit Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel per­sön­lich ken­nen­zu­ler­nen. Der 16jährige Rapha­el konn­te die vie­len Ein­drü­cke im Bun­des­kanz­ler­amt gar nicht so recht in Wor­te fas­sen: ​Es ist unbe­schreib­lich, so etwas erlebt man nur ein­mal in sei­nem Leben, ich bin eigent­lich sprach­los.“ Ähn­lich ging es auch der 13jährigen Ales­sia, ​es ist echt unbe­schreib­lich, es war sehr auf­re­gend neben Frau Mer­kel zu ste­hen.“ Ein sehr amü­san­tes Erleb­nis teil­ten die vier Stern­sin­ger dann auch noch mit der Kanz­le­rin, als die­se den Saum von Rapha­els Stern­sin­ge­rum­hang befühl­te. ​Sie hat mei­nen schö­nen Man­tel ange­fasst und mich gefragt ob der mir gehört und ob das mein Bade­man­tel ist.“ Mit so einem läs­si­gen Kom­men­tar von der Bun­des­kanz­le­rin hat­ten die Bay­er­ba­cher natür­lich nicht gerech­net und so blieb ihnen nichts ande­res übrig als mit ihr um die Wet­te zu lachen.