Schon zur Tradition des Jeremia Chores gehört der Jahresausflug, der auch heuer wieder Ende Juli stattfand. Chorleiterin Olivia Schwate freute sich, daß wieder eine große Schaar von Sängerinnen und Sänger mit ihren Angehörigen der Einladung gefolgt war. Als Ziel hatte man heuer das Altmühltal gewählt. Der erste Stop fand an der „Tatzelwurm-Brücke“ statt. Die Holzbrücke war bis 2006 mit fast 190 m Länge die längste Holzbrücke Europas – sie führt Fußgänger und Radfahrer über den Rhein-Main-Donau-Kanal.
Weiter ging die Fahrt dann nach Riedenburg, wo die singfreudige Truppe das Kristallmuseum besuchte. Im staatlich anerkannten Privatmuseum kann man neben Sammlungen von Diamanten und Turmalinen ein besonderes Highlight bestaunen – die größte Bergkristallgruppe der Welt (sie ist 3mx2m groß und hat ein Gewicht von knapp 8 t). Ein weiterer Blickfang war der funkelnde Sternenhimmel, auf dem man alle Tierkreiszeichen fand. In Vitrinen wurden auch die Steine der einzelnen Sternzeichen beschrieben.
Nach der Besichtigung des Museums konnte man sich im Minigolfspielen üben oder auch in der dazugehörigen Fasslwirtschaft stärken. Über 100 Jahre alte eichene Original Bierlagerfässer, die früher im Keller der Pschorr-Brauerei in München standen und mit bis zu 107 hl süffigem Bier gefüllt waren, stehen jetzt in der Fasslwirtschaft und man kann sich hineinsetzen zum Brotzeitmachen. Das gefiel groß und klein.
Nach ausgiebiger Stärkung stetzte sich die Tour fort nach Abensberg.
Die Weißbierbrauerei Kuchlbauer war hier das Ziel. Bereits 1300 erhielt die Brauerei als eine der ersten das Braurecht. Seit 1904 ist sie in mittlerweile achter Genaration in den Händen der Familie Salleck. Im Rahmen einer Führung bekam man im ersten Teil Einblick in das Brauen vom Weißbier, außerdem wurden die einzelnen Biersorten vorgestellt. Der zweite Teil der Führung befaßte sich mit dem Thema „Kunst“. Zunächst erfuhren die Kinder und Erwachsenen wie das Abendmahlbild von Leonardo Da Vinci als Abbild in den Kuchlbauer Keller kam, bevor es zum bekannten Wahrzeichen, dem Hundertwasserturm ging. Geplant wurde der Turm vom weltbekannten Künstler Friedensreich Hundertwasser, geändert und bearbeitet wurde er von Architekt Peter Pelikan. Angenehme runde Formen, tanzende Fenster, unebene Böden und organische Linien, Zwiebeltürme und Baummieter – das sind die typischen Elemente von Hundertwassers menschengerechterem Bauen im Einklang mit der Natur. Weltweit einzigartig ist der Kuchlbauer Turm zudem innen und außen eine Hommage an das bayerische Bier. Eine Turmbesteigung gehörte natürlich genauso zum Programm, wie die Bierprobe im dazugehörigen Biergarten.
Nach der Rückkehr in Bad Birnbach lies man den Abend im Arterhof in Lengham gemütlich ausklingen.
 
Das Foto zeigt die Chormitglieder mit ihren Angehörigen am Fuße des Hundertwasserturms
 
 
Olivia Schwate