Im Juli 2016 ist der Förderverein für die Wallfahrtskirche Langwinkl gegründet worden. Jetzt zog Vorsitzender Franz Hager bei der Jahreshauptversammlung im Bürger- und Kulturhaus eine erste Bilanz. Und diese fiel äußerst positiv aus.

Die Zahl von 102 Mitgliedern sei zwar durchaus noch ausbaufähig, meinte Hager. Dennoch war er mit der gesamten Entwicklung sehr zufrieden. Eine glückliche Hand hatte der Verein mit der Neuauflage des Bayerbacher Weinfestes bewiesen. „Das war eine große Gemeinschaftsleistung“, freute sich Hager und dankte allen Mitwirkenden, insbesondere den Trachtlern, um deren Vereinsheim das „neue“ Bayerbacher Weinfest stattgefunden hatte. Dort wurde auch der mittlerweile bestens bekannte Langwinkler Wallfahrtswein ausgeschenkt. Bier gab es nicht – und daran will man auch beim zweiten Anlauf festhalten. Unterstützung kam aus den Reihen der Gastronomie von Henrike Winbeck und der Familie Weber. Dank sagte Hager auch Verena Hanner und der Kurverwaltung. Letztlich brachte das Fest die schöne Summe von 3500 Euro ein. An diesem Erfolg will man 2017 anknüpfen. Am Montag, 2. Oktober findet das Weinfest des Fördervereins wieder statt. Es spielt erneut „Max’s Wirtshausmusi“ und für ein beheiztes Vorzeit ist ebenfalls gesorgt.

Positiv sei der Stand des Fördervereins auf der Bayerbacher Kunst- und Gewerbeschau angekommen. Und groß sei die Freude über den Ehrenamtspreis der Rottaler Raiffeisenbank in Höhe von 2500 Euro gewesen. Hager dankte allen Mitgliedern, Vorstandschef, Pfarrbüro den Geistlichen und Bürgermeister Josef Sailer.

Der Kassenbericht, den Hager in Vertretung verlas, wies über 32 000 Euro aus. Zusammen mit den rund 50 000 Euro auf dem Kirchenkonto stehen für die Unterstützung der Renovierung nun schon gut 80 000 Euro zur Verfügung. „Damit können wir sehr zufrieden sein“, sagte Hager, auch wenn das Geld bei weitem noch nicht ausreicht, um den Eigenanteil zu decken. Rund 165 000 Euro wird dieser voraussichtlich betragen.

Zuversichtlich zeigte sich Dekan Dr. Wolfgang Schneider. Bauabschnitt 1 sei abgeschlossen, alle Gräben wieder zu. Die Weihmörtinger Firma Gerauer habe rund um die Kirche die alte Drainage entfernt und eine neue eingebaut sowie das Fundament verstärkt. Außerdem gibt es jetzt eine eigene Regenwasserableitung. Weil sich der Blitzschutz als marode erwies, wurde dieser erneuert. Lob zollte Schneider Architekt Martin Berger aus Rotthalmünster.

Im ersten Bauabschnitt blieb man nach den Worten des Dekans mit 61 000 Euro deutlich unter den Kostenschätzungen. Die Ausschreibung für Teil zwei der Arbeiten soll im Januar oder Februar 2018 erfolgen. „Jetzt kommen dann die haarigen Dinge“, so Schneider. Damit meinte er die schwierigen Aufgaben an Dachstuhl und Stuckarbeiten. Für diese wird ein Fachplaner der Diözese hinzugezogen. Auch Schneider dankte allen Spenden und Untersetzern sowie vor allem dem Förderverein.

Eine gute Nachricht hatte Bürgermeister Josef Sailer parat. Der Gemeinderat hat für heuer einen Zuschuss zur Renovierung von 5000 Euro gebilligt.

Weitere Infos zur Wallfahrtskirche Langwinkl finden Sie unter www.pfarrverband-badbirnbach.de/langwinkl