Hirschbach. Der vergangene Sonntag war ein wichtiger Tag für den Kinderchor Hirschbach/Brombach. Das 10jährige Jubiläum wurde von Groß und Klein gefeiert. Begonnen wurde der Tag mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Bad Birnbach, da sich die Pfarrkirche Hirschbach in der Renovierungsphase befindet. Dekan Dr. Wolfgang Schneider zog zusammen mit Diakon Mario Unterhuber und Pfarrvikar Pater Johnson in das sehr gut gefüllte Gotteshaus ein, während der Kinderchor „Dieser Tag soll fröhlich sein“ sang. Im Verlauf des Gottesdienstes waren den Kinder fest mit eingebunden u.a. beim Lesen der Kyrie-Rufe und der Fürbitten.
In seiner ansprechenden und auch für die Kinder verständlichen Predigt, verglich Diakon Mario Unterhuber den Kinderchor mit einer Gitarre. Ein einzelner Ton, so Unterhuber klingt langweilig, mehrere Töne zusammen können disharmonisch klingen, nur wenn sie richtig aufeinander abgestimmt sind, kommt ein Wohlklang dabei heraus. Ähnlich ist es in einem Chor, in dem es auch wichtig ist, dass jeder seinen Platz hat und sich in die Gemeinschaft mit einbringt; für die richtige Stimmung sorgen die Chorleiterinnen.
Den Vergleich zum Christsein stellte der Diakon zum Ende der Predigt her, indem er verdeutlichte, dass jeder einzelne wie ein einzelner Ton, eine einzelne Saite einer Gitarre sei. Wenn einer den anderen übertönen will, entsteht Missklang, nur wenn man dient, mit dem was man kann, bringt man auch andere zum Klingen und jeder kommt zur Geltung.
Einen abschließenden Wunsch hatte Diakon Mario Unterhuber für die Gottesdienstbesucher: „Ihr sollt nie langweilig und einsam klingen, wie eine einzelne Gitarrensaite und als Christen nie durcheinander klingen, sondern durch aufeinander hören und nebeneinander her klingen einen guten Ton in diese Welt setzen.“
Das Vater unser beteten die Geistlichen zusammen mit den Kindern des Chores mit Gesten.
Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Dekan Dr. Wolfgang Schneider bei den beiden Leiterinnen Evi Huber und Bettina Weigl, die sich seit 10 Jahren für den Chor engagieren. Sie gestalten nicht nur Gottesdienste, sondern sind auch eingebunden ins Familiengottesdienst-Team. Für ihren Einsatz erhielten Sie ein süßes Geschenk und einen Applaus der Gottesdienstbesucher. Ebenfalls eine kleine Anerkennung erhielt Lisa Wacht, die seit kurzem die beiden Chorleiterinnen mit unterstützt.
Mit dem Lied „Jesus Du Freund der Menschen“ endete der schwungvolle Gottesdienst, bei dem wieder einmal das Können der Kleinen und Großen gezeigt wurde.
Im Anschluss an den Gottesdienst traf man sich im Gasthaus Kirschner in Hirschbach zur gemeinsamen Feierstunde. Eingangs begrüßte Chorleiterin Evi Huber alle Mitfeiernden, insbesondere auch die Ehrengäste. Ihr Dank galt unter anderem Diakon Mario Unterhuber für den schönen Gottesdienst, sowie für die gute Zusammenarbeit das ganze Jahr über. Des Weiteren bedankte sich die Leiterin bei Manfred Eisenreiter und seiner Frau, den sie als Manager vom Kinderchor bezeichnete, da er stets engagiert für alle kleinen und größeren Belange des Chores ist. Evi Huber erzählte ebenso die Entwicklung des Kinderchores in den letzten 10 Jahren und erinnerte daran, dass der Kinderchor erstmals bei einer Taufe gesungen hat; der damalige Täufling – Elena Apfel – gehört jetzt selbst zu den Chorkindern. Die Leiterin bedankte sich abschließend bei allen Eltern für die Unterstützung das ganze Jahr über und insbesondere bei den Kindern des Chores für ihre Freude, beim Chor mitzusingen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen übernahm „Manager“ Manfred Eisenreiter das Mikrofon, der im Namen aller Eltern den Chorleiterinnen dankte. Mit einer Rose und einem selbst gebastelten Anhänger bedankte sich sodann jedes Kind einzeln bei den drei Leiterinnen. Begleitet wurde dies von Klavierklängen durch Sarah-Lena Huber. Für die 10jährige Leitung erhielten Evi Huber und Bettina Weigl außerdem ein Wellness-Wochenende im Churfürstenhof, gesponsert von den Eltern der Chorkinder, sowie von Michaela Baumgartner vom Churfürstenhof.
Beinahe sprachlos zeigten sich Evi Huber, Bettina Weigl und Lisa Wacht – mit so einer Überraschung hatten sie nicht gerechnet.
Doch dann sollte es im kurzweiligen Nachmittagsprogramm weitergehen. Die Kinder hatten in den vergangenen Wochen sehr fleißig geprobt und begannen die Darbietungen mit dem Lied „Tage wie dieser“. Im Anschluss daran zeigten Johanna Weigl und Theresa Weidinger einen Sketch, gefolgt von einem Harfenstück, das Jana Schwate darbrachte. „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ lautete das nächste Lied, bei dem Elisabeth Sigl als Schneewittchen von sieben kleinen Zwergen begleitet wurde, bevor sich Alina Eisenreiter und Michael Meidereder mit dem Lied „Oma liebt Opapa“ darstellten. Ein Schulsketch mit Verena Schinzel als Lehrerin, sowie vier Schülerinnen folgte im Programm. Daran schloss sich das Lied „Uiuuuuu“ mit Laura Huber als Bauer, sowie einigen Kindern als Bauernhoftieren. Johanna Weigl und Elena Apfel spielten im Anschluss daran ein flottes Stück mit der Querflöte. Danach sorgten Hannah Huber und Anna Maria Eichler beim Sketch „Rapunzel auf Jobsuche“ für einen Lacher, bevor das Eingangslied des Gottesdienstes „Dieser Tag soll fröhlich sein“ als Abschluss des Nachmittags gesungen wurde.
Alle Gäste der Feierstunde forderten nach diesem tollen Programm eine Zugabe, bei dem der Chor ganz spontan das Lied „Manchmal bin ich laut, manchmal bin ich leise“ zum Besten brachte. Bevor dann das Kuchenbuffet eröffnet wurde, für das die Eltern der Kinder gesorgt hatten, bekam jedes der Kinder eine Uhr als Erinnerung und als Dankeschön für die Bereitschaft im Chor zu singen und zu musizieren.

 

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